Montag, 22. Februar 2016

Abenteuer Transatlantik Part l - Mittelmeer trifft Karibik mit Mein Schiff 3

Von Palma de Mallorca über Vulkanlandschaften und afrikanischem Lebensgefühl zu den Trauminseln der kleinen Antillen mit Endstation Dominikanische Republik.

Viele passionierte Kreuzfahrer hegen den Traum, einmal den Atlantik mit einem Schiff zu überqueren. So ganz im Stile der Titanic quasi, nur mit Happy End!
Und so entschließe ich mich, eben dieses Abenteuer auf dem ersten Neubau der Mein Schiff-Flotte zu wagen. Eisberge haben wir auf unserer Tour aber nicht zu erwarten, denn es geht über die südlichere Route in Richtung Karibik! Tropische Wärme statt eisige Kälte.

Palma de Mallorca, 28.10.2015:


Nach erholsamen 2,5h Flug erreichen wir unser 17. Bundesland und sind nach einem schnellen Transfer bereits Vormittags auf dem Schiff. Schnell stellt sich die gewohnte Routine ein: Koffer beim Transferbus abgeben, einchecken, obligatorisches Begrüßungsgetränk (ein Hoch auf das tolle Premium Alles Inklusive-Konzept), stärkendes Essen am Buffet im "Anckelmannsplatz" und am Nachmittag das Beziehen der Kabine. Da aber dazwischen noch etwas Zeit liegt, nutzen wir den Shuttlebus für eine Fahrt in die Altstadt. Die wunderschöne Kathedrale "La Seu" ist schließlich immer wieder einen Besuch 
 wert. Es ist angenehmes Wetter, etwas frischer Wind, aber jeder Sonnenstrahl wird aufgesogen. Noch ein Spaziergang durch die kleinen Gassen und wir kehren zurück zum Schiff und bestaunen unsere Balkonkabine.

Der erste Eindruck von dem Schiff ist durchaus positiv und mich begeistern die vielen Rückzugsmöglichkeiten, vor allem der 24-m-Pool an Deck. Übrigens ist dies der größte Pool auf einem Kreuzfahrtschiff - keine kleine Suppenschüssel, sondern wirklich ein Pool, um auch mal lange Bahnen zu ziehen. Orientierungsschwierigkeiten gibt es kaum, denn es ist alles sehr gut ausgeschildert. 



Am Abend schließlich verlassen wir den Hafen und genießen beim Auslaufen die Begrüßungsrevue des Showensembles auf dem Pooldeck.


Nun liegen zwei Seetage an, an denen wir das Schiff ausgiebig kennenlernen können.  Ein besonderer Ort für mich ist das Klanghaus - das einzige Konzerthaus auf einem Kreuzfahrtschiff. Egal ob klassisches Konzert, Orgelmusik oder Lesungen - hier ist vieles möglich und die Akustik überwältigend. Das erste große Highlight der Reise stellt sich bereits am 2. Abend ein - die Fahrt durch die Straße von Gibraltar. Trotz der Dunkelheit ist der berühmte Affenfelsen sehr gut zu erkennen und wir genießen den einmaligen Blick auf Europa & Afrika.





Danach merken wir recht schnell, das wir im Atlantik sind. Es weht an Deck ein leicht erfrischender Wind, aber das Wetter hält. An den Abenden nutzen wir ausgiebig das Bedienrestaurant Atlantik und der Bereich Mediterran wird schnell zu meinem Favourit.

Am 30.10. erreichen wir schließlich Lanzarote und es soll ein besonderer Tag für TUI Cruises und vor allem für uns werden - denn im Hafen von Arrecife wartet bereits die Mein Schiff 4 auf uns. Es ist das erste Mal, dass sich die beiden Schiffe begegnen und ein Flottentreffen ist für jede Reederei und vor allem die Kreuzfahrer etwas Besonderes. Petrus beweist uns heute, dass es auf den Kanaren im Herbst schon einmal etwas rau zugehen kann und so begeben wir uns, begleitet von dramatischer (Klassik-) Musik, durch die dramatische Vulkanlandschaft des Timanfaya-Nationalparks begleitet von - man ahnt es bereits - noch dramatischerem Wetter. Aber wir lassen uns von dem Regen nicht unterkriegen, schließlich sehen wir dadurch immer wieder spektakuläre Regenbögen. 


 Anschließend geht es in das Weinanbaugebiet von La Geria zu einer kleinen Verkostung. Der kulinarische Genuss von Flüssigkeiten soll von nun an fester Bestandteil eines jeden Ausfluges werden. Zurück am Schiff geht es nach verdientem Mittagessen wieder hinaus in den Hafen zu einem kleinen Fotoshooting. Unsere Pinguine Louis & Louis erwiesen sich hier außerdem zu einem beliebten Fotomotiv anderer Gäste und machen den beiden Schiffen ordentlich Konkurrenz.





Am Abend verlassen wir dann gemeinsam mit der Mein Schiff 4 den Hafen - mit ordentlichem Krach und Gänsehaut-Momenten, die uns ewig in Erinnerung 
 bleiben werden.







Nach einer leicht schaukeligen Nacht (aber ohne Seekrankheit) erreichen wir am nächsten Morgen den Hafen von Santa Cruz auf Teneriffa. Von den großen Panoramafenstern haben wir bereits beim Frühstück einen tollen Blick auf die Insel.


Heute geht es für uns wieder in die Berge und zwar zum Nationalpark Canadas del Teide. Meter für Meter begeben wir uns den Wolken entgegen und sind begeistert von den Veränderungen der Landschaft. Bei einigen
kurzen Fotostopps genießen wir fantastische Aussichten und dazu angenehme Temperaturen. Als wir schließlich am Teide - den höchsten Berg Spaniens - eintreffen, halten wir in einem kleinen Restaurant und stärken uns bei einer Tasse Kakao. Im Anschluss machen wir einen langen Spaziergang am Aussichtspunkt des Berges. Für mich ein besonderer Moment - denn vor 18 Jahren war ich schon einmal hier. Vorbei am nördlichen Flughafen und durch die Ortschaft La Orotava geht es zurück zum Hafen. Entspannte Stunden an Bord nutze ich außerdem zur letzten Organisation der weiteren Ausflüge. Aufgrund der vielfältigen Auswahl ist es gar nicht so leicht, sich für die endgültige Tour zu entscheiden. Später werde ich merken, das ich aber alles Richtig gemacht habe.

 
In den Abendstunden begeben wir uns auf einen Stadtrundgang durch die ehemalige Inselhauptstadt und kehren schließlich in einer Bodega ein. Leckere Tapas und Vino warten darauf, verkostet zu werden. Um 23 Uhr verlassen wir schließlich mit einer berauschenden Poolparty Teneriffa, die Kanaren und damit auch endgültig Europa. 




Entgegen der normalen Wetterverhältnisse werden die 2 Tage auf See in Richtung Kapverden erstaunlich ruhig, minimal windig und es wird vor allem immer wärmer. Die Tropen erwarten uns!
In diesen Tagen wird natürlich das Pooldeck ausgiebig genutzt. Mein Lieblingsplatz wird nun die Außenalsterbar am Heck des Schiffes. Hier lässt es sich herrlich aufs Meer schauen neben einem erfrischenden Drink und reichlichem Imbiss-Angebot. Schattenplätze gibt es genug und die sind an diesen Tagen auch notwendig. Während im Theater bereits die ersten Ausflugspräsentationen für die Karibik beginnen, bilde ich mich vor allem über die Meeresbewohner dieser Regionen weiter und tatsächlich sehen wir auf unserer Tour vereinzelt Wale und Delfine.





So vergehen zwei weitere Tage auf dem Atlantik wie im Flug und am 04.11.2015 heißt es  schließlich "Land in Sicht"! Wir erreichen Mindelo, die Hafenstadt auf Sao Vicente - eine der 15 Kapverdischen Inseln. Ein Hauch von Afrika soll uns den ganzen Tag bei tropischem Temperaturen um die 30 Grad begleiten. Da sind wir doch dankbar über die Wolken, denn in der Sonne wäre es wahrscheinlich extremer. 

 

Wir entscheiden uns für eine Tour über die Insel in landestypischen Bussen, mit denen vorher noch die Kinder in die Schulen gebracht wurden. Nachdem wir die Straßen Mindelos hinter uns gelassen haben, fahren wir durch kleine Dörfer hinauf zum Berg Monte Verde. Hier haben wir einen schönen Blick auf die Hafenstadt mit ihrem heutigen Hochhaus und die karge Landschaft der Insel. 


Als Nächstes erreichen wir den kleinen Fischerort Baia das Gatas. Massentourismus und große Hotels sucht man hier vergeblich, denn der Pauschaltourismus  spielt hier nur eine sehr kleine Rolle.
An der Bucht hält unser Bus und wir genießen den Ausblick auf das Meer, während unser sympathischer Reiseleiter uns lokalen Rum einschenkt. Hier ist die einzige Stelle auf der Insel, wo man bei guten Verhältnissen baden kann, denn aufgrund der rauen Brandung des Atlantiks besteht an allen anderen Küsten Lebensgefahr.
Entlang der Küstenstraße geht es begleitet von der Musik der Legende Cesaria Evoria, die aus Mindelo stammte, vorbei an traumhaften (Dünen-)Stränden und bei einigen Stopps haben wir die Gelegenheit diese Eindrücke in Bild festzuhalten.








Zurück in Mindelo begeben wir uns noch auf einen kleinen Rundgang über einen lokalen Fisch-und Gemüsemarkt und an den Fassaden der Wände lassen sich noch Zeugnisse der portugiesischen Kolonialzeit entdecken, ebenso wie ein Nachbau des Torre de Belem von Lissabon.





 Als wir wieder auf dem Schiff eintreffen, heißt es erst einmal die vielen Eindrücke des Tages zu verarbeiten. In den Abendstunden heißt es schließlich Abschied nehmen von Mindelo und es liegt nichts weiter vor uns als die unendliche Weite des Atlantiks. Wir verlassen also endgültig die Zivilisation und überqueren ganz ohne Handy- und Satellitenempfang jenseits von den (traurigen) Nachrichten dieser Welt das berüchtigte, raue Meer. Unser charmanter, witziger Kapitän Ioannis Anastasiou zeigt sich ein Wenig besorgt über die Situation, dass seine Crew nun vier Tage lang nichts anders tun braucht, als geradeaus zu fahren. Nicht das noch jemand einschläft bei der Arbeit! ;-)

  Aber was tut man so mitten auf dem Meer? Stellt sich irgendwann der Seekoller ein oder kommt Langeweile auf? Eventuell Seekrankheit bei hohen Wellen? Von wegen!
Temperaturen um die 35 - 41 Grad bei meist 80% Luftfeuchtigkeit, ruhiger See und Rückenwind - was will man me(h)r? Prinzipiell könnten wir Segeln, aber dann würde sich die Ankunft auf Barbados verzögern.
An Bord des Schiffes werden vielfältige Programme angeboten und in den Abendstunden verlagert sich die Disco auf das Pooldeck oder man schaut Kinofilme in der Arena unter Sternenhimmel - entspannter kann es nicht sein. Unsere Crew hat übrigens auch eine Beschäftigung gefunden und versorgt ein paar Vögel, die auf unserem Schiff gestrandet sind. Und so gibt es jeden Morgen und Abend einen aktuellen Bericht über das Befinden unserer Haustiere!
Auch wenn wir immer wieder einen Blick auf unsere aktuelle Schiffsposition erhaschen, so ist es doch ein Wenig unwirklich mitten auf dem Atlantik und vor allem in wenigen Tagen tatsächlich in der Karibik zu sein.

Und was wir dort alles erleben, könnt Ihr in meinem nächsten Beitrag lesen!



Jede Kreuzfahrt ist etwas Besonderes, denn jeden Tag hat man die Möglichkeit neue Länder, Kulturen und Landschaften kennenzulernen oder einfach die unendliche Weite des Meeres genießen. An Bord der Mein Schiff-Flotte könnt Ihr all dies tun und Euch nebenbei von der Crew und dem All inklusive-Konzept verwöhnen lassen. Ob Jung oder Alt - hier findet jeder seinen Lieblingsplatz.
Na, Lust auf Me(h)r bekommen?

Maritime Grüße,
Katrin Gröning


katrin.groening@meisel-reisen.de
0355/821494

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen