Dienstag, 29. März 2016

Abenteuer Transatlantik Part II - Karibik mit Mein Schiff 3

 

Nach den Kanaren, Kapverden und der viertägigen Atlantiküberquerung ist die Mein Schiff 3 nun in der Karibik angekommen und es geht entlang der Kleinen Antillen in Richtung Dominikanische Republik: Postkartenmotive so weit das Auge reicht! 

 


Am 09. November 2015 erreichen wir den Hafen von Bridgetown auf BARBADOS.

Im Hafengelände werden wir mit karibischen Klängen empfangen und begeben uns durch die große Einkaufsmall zum Terminal der Busse. Es geht nun auf Panoramafahrt um die Schönheiten dieser Insel zu entdecken.




Entlang der Westküste fahren wir in Richtung Norden und können schon bald die ersten Strände erspähen, sowie einige idyllische Hotels und private Ferienhäuser. Vorbei an der Port St. Charles Marina fahren wir schließlich ins Inselinnere zum Farley Hill National Park.
 

In einem Wald von Mahagoni-Bäumen umgeben findet man hier die Ruine eines alten Herrenhauses. Das Areal wurde 1966 von Königin Elisabeth II offiziell eröffnet und erfreut sich immer mehr wachsender Beliebtheit. Der sehr schöne Garten bietet herrliche Panoramen in die Natur und auf den Atlantik und ist außerdem ein beliebter Picknick-Platz bei den Einwohnern.


Als nächstes fahren wir nach Bathsheba und werden dort im Hotel Atlantis mit einem leckeren Rumpunsch empfangen. Leider hat sich das Wetter inzwischen verschlechtert und es ist neben der starken Bewölkung Sturm und Regen hinzugekommen, aber der Zauber der Karibik hat uns bereits dennoch erwischt. Danach geht es zur Gun Hill Signal Station, einer ehemaligen britischen Militärbasis, von wo wir einen schönen Blick auf Bridgetown haben.



 

Zurück auf dem Schiff bleibt kurz Zeit für einen schnellen Imbiss im „Tag & Nacht Bistro“ und schon geht es wieder an Land. Nach einer kurzen Busfahrt erreichen wir die Marina und begeben uns auf einen Katamaran. Noch ein paar Sicherheitshinweise und es kann los gehen!

 
Das Wetter hat sich inzwischen gebessert und die Guides fahren mit uns zu einer Stelle in der Nähe des Hilton Barbados Resort.






  

Hier ankern wir und haben nun genügend Zeit zum Schnorcheln – mit den seltenen Hawksbill-Schildkröten. Ein einmaliges Erlebnis und der erste Moment, als auf eine Schildkröte direkt auf mich zu schwamm, wird wohl unvergessen bleiben. Auch hier gilt natürlich „nur gucken, nicht anfassen!“ - stattdessen halte ich diese Begegnung lieber mit meiner Kamera fest.

Zurück auf dem Katamaran segeln wir entlang der Küste und lassen uns währenddessen von der sehr zuvorkommenden Crew mit (Rum-)Punsch begleitet von Reggae-Musik verwöhnen. Zum Schluss fahren wir noch an unserem Schiff vorbei und als wir wieder am Hafenterminal ankommen, mag so keiner wirklich schon Abschied von Barbados nehmen.

Auf dem Schiff lassen wir bei unserem Abendessen im Buffetrestaurant Anckelmannsplatz die Erlebnisse des Tages Revue passieren und freuen uns auf die nächste Insel.

Am nächsten Morgen zieht es mich schon sehr zeitig aufs Pooldeck, denn ich möchte die Einfahrt auf DOMINICA keines Falls verpassen und hoffe auf die Sichtung einiger Pottwale, die in diesen Gewässern leben. Leider geht dieser Wunsch nicht in Erfüllung, aber als der Blick auf die Berge Dominicas entschädigt dies sehr schnell und es wird klar, warum Dominica auch „The Nature Island“ genannt wird. Nachdem unser Kapitän uns an den „Steg“ manövriert hat, starten wir zu unserem Ausflug in Richtung Regenwald. In einem kleinen Minivan geht es für uns kurz durch die Wohnorte von Roseau und schließlich hoch hinaus in die Berge.
Bereits von der Fahrt verzaubert, erreichen wir eine kleine Farm und laufen von dort aus hinunter zum „Hibiscus Fall“ und haben diese Naturschönheit ganz für uns. Außerdem verkosten wir noch Rumpunsch, Kokosnuss, Ananas und andere leckere Früchte. Unsere Reiseleiterin erklärt uns auf der Weiterfahrt außerdem einige Pflanzen und deren heilende Wirkung oder Verwendung im Alltag! Welch herrlicher Duft in unserem Bus!

Entlang einer herrlichen Fahrtroute durch den Regenwald erreichen wir schließlich den Botanischen Garten von Roseau. Als letzten Stopp für diese Tour halten wir am Aussichtspunkt des Berges Morne Bruce. Hier sind außerdem gerade 3 Schulklassen auf Tagesausflug. Die kleinen Kinder haben mindestens genauso viel Freude an unserer Anwesendheit, wie wir an Ihnen.



 

Zurück im Hafen heißt es schnell aufs Schiff, kulinarische Stärkung und wieder zurück an Land. Dominica ist aufgrund seiner Ursprünglichkeit vom Massentourismus verschont, neben Kreuzfahrtgästen gibt es hier nur wenig Touristen und ist daher noch ein richtiger Geheimtipp für Wanderer & Taucher. Aufgrund der natürlichen Schönheit ist sie auch eine beliebte Kulisse für Filmaufnahmen. Und besonders ein Film war für Dominica, kein Fluch, sondern eher ein Segen…



Am Nachmittag geht es für uns in den Norden nach Portsmouth, eine Stadt an der Mündung des Indian River. Hier und an einigen anderen Orten der Insel begannen 2006 die Dreharbeiten zu „Fluch der Karibik“.


Und so geht es für uns auf alten Ruderholzboten, die früher schon die Indianer zum Handel benutzten, entlang des Flusses durch den tiefen Regenwald. Unser Kapitän „Moses“ erzählt uns neben dem fleißigen Rudern von Tieren, die wir auch sichtigen: Flusskrebse, Pythons und Kolibris. Im tiefen Dschungel halten wir an einer kleinen Hütte, die heute in eine Bar umfunktioniert wurde. Hier erfrischen wir uns nun, denn die Luftfeuchtigkeit liegt hier bei fast 95%. Ich nutze außerdem die Gelegenheit um die Pflanzenwelt mit der Kamera festzuhalten. Nach der Erfrischungspause rudern wir den Fluss zurück in einen Nebenarm, wo wir noch einige Original-Häuser aus dem Film sehen können. Die Filmcrew war damals 6 Monate auf Dominica – wir leider nur für einen Tag, doch sind wir stolz dieses Paradies gesehen zu haben!
Am Abend verlassen wir schließlich Roseau und ich freue mich an Bord auf eine erfrischende Dusche und Klimaanlage!

Während wir auf Dominica eine Insel mit ca. 365 Flüssen besuchten, erwartet uns nun mit ANTIGUA die Karibik-Insel
mit den 365 Stränden. Dass diese Tatsache wohl stimmt, können wir bereits bei der Einfahrt in den Hafen feststellen. Neben uns parkt noch ein amerikanischer Riese ein, aber die Insel bietet zum Glü
ck genügend Strand für alle!

Auf einer Inselrundfahrt besuchen wir das Wallings Reservoir und erfreuen uns wieder der natürlichen Schönheit der Karibik. Entlang des „Fig Dive Tree“ geht es nun zu einer Ananasplantage, die seit Jahrzehnten in Besitz einer kanadischen Familie ist. Wir erfahren interessante Dinge über die Züchtung dieser leckeren Frucht und dürfen natürlich auch kosten. Sehr lecker und nicht ansatzweise zu vergleichen mit den Früchten aus unserem Supermarkt.
Wir verlassen das Inselinnere und es geht zur Küste. Ein Traumstrand nach dem anderen zieht an uns vorbei und wir halten schließlich am Turner’s Beach. Wie schon zur Tradition geworden, gibt es natürlich auch hier einen Rumpunsch zur Begrüßung und danach gibt es für mich kein Halten mehr – auf ins Wasser! Nach einem langen Aufenthalt geht es schließlich zurück nach St. Johns und wir gehen wieder an Bord.




 
 Aber auch hier wäre es viel zu schade, den Nachmittag auf dem Schiff zu verbringen und da wir noch mehr Strände wollen, geht es nach dem Essen mit einem Safari-Bus auf Inseltour zu den schönsten Stränden Antiguas. Unser sehr musikalischer Busfahrer und Background-Sängerin/Reiseleiterin unterhalten uns prima.


Am Valley Church Beach bietet sich uns ein Panorama wie aus dem Bilderbuch und wir nutzen den einstündigen Aufenthalt in vollen Zügen. Danach geht es auf muskalischer Fahrt mit Bob Marley weiter zum Darkwood Beach, wo wir einen kurzen Fotostopp einlegen und schließlich noch einmal am Turner’s Beach baden. Drei Traumstrände an einem Tag, schöner kann ein Tag auf einer Karibik-Insel nicht sein!


Auf der Rückfahrt läuft unser Fahrer samt Reiseleiterin dann zur Höchstform auf und nach „Don’t worry“ von Bob Marley erklingt ein Song mit den uns sehr bekannten Worten „…und dann die Hände zum Himmel“… Zwischendurch wird fleißig gehupt, mitgesungen, geklatscht, angehalten, vor dem Bus getanzt und die Inselbewohner an der Straße machen fleißig mit. Sowas geht auch nur in der Karibik! Nach DJ Ötzi und starken Bauchschmerzen vom vielen Lachen kommen wir schließlich wieder am Hafen an.
Der amerikanische Riese läuft gerade aus und wir genießen den Anblick der Schiffe in der Abenddämmerung. Am Abend gibt es wieder Discomusik unter dem Sternenhimmel und wir lassen den Abend am Pooldeck ausklingen.



Mittlerweile haben wir schon den 12. November 2015, aber der Tag soll mein persönliches Highlight der ganzen Reise werden. Mit noch ein wenig müden Augen krabbele ich aus dem Bett auf den Balkon und erspähe einen herrlichen Sonnenaufgang in der Inselwelt der British Virgin Islands/Britischen Jungferninseln. Dieses Überseegebiet Großbritanniens besteht aus über 60 Inseln, die teils auch privat oder unbewohnt sind. 


Wer hier Urlaub macht, hat entweder ein eigenes Boot/Yacht oder kann sich die Übernachtungspreise in den teuren Hotels leisten. Auf jedenfall gehören die BVI’s zu den beliebtesten Segelrevieren der Welt! Angekommen im Hafen von Road Town auf der Insel TORTOLA geht es für uns auf eine kleine Fähre, die uns in 30 Minuten Fahrt nach Spanish Town auf Virgin Gorda bringt.






Dort steigen wir wieder in offene Safari-Busse um, die uns zum Ausgangspunkt von Top of the Baths in den The Baths Nationalpark bringen. Entlang riesiger Granitfelsen geht es nun für uns per Fuß hinunter zur Bucht. Dort angekommen bleibt ein kurzer Moment für Erinnerungsfotos, bevor es spektakulär weiter geht.
 

Durch die Felsen geht es nun mit Badeschuhen an den Füßen hindurch. Teils heißt es ducken, dann wieder über Treppen und Leitern und weiter durch das maximal kniehohe Wasser. In den Grotten fanden bereits Fotoshootings für bekannte Modelabels wie „The Vogue“ o.ä. statt.



Die Lichtspiele im Wasser durch die Felsen hindurch zaubern faszinierende Farben. Für uns ein riesiger Spaß und einmaliges Erlebnis, das nach 30 Minuten sein Ende mit der Ankunft an der Devils Bay findet. An dieser großen Bucht nehmen wir ein ausgiebiges Bad und planschen im erfrischenden Nass.




 
Über einen trockenen Weg an Land geht es schließlich zurück zum Parkplatz und wir verlassen den Nationalpark gen Norden. Über den Hügel von Peak Gorda geht es auf eine spektakuläre Fahrt mit grandiosen Ausblicken auf das Meer und die benachbarten Inseln. Angekommen an der Bucht von North Sound machen wir einen Fotostopp und düsen schließlich weiter in Richtung Levericks Bay. 
In diesem kleinen Hotelresort mit eigener Marina kaufen wir ein paar Souvenirs und nehmen ein Mittagessen am karibischen Buffet zu uns. Nach etwas Freizeit werden wir schließlich hier von unserer Fähre abgeholt und es geht direkt zurück zum Schiff.

Der Kapitän wartet bereits auf uns und so erreichen wir als letzte Ausflugsgruppe unsere Mein Schiff 3. Das letzte Auslaufen könnte schöner nicht sein – diesmal bei Tageslicht um ca. 14.30 Uhr bei herrlichstem Sonnenschein durch die Inselwelt der Virgin Islands. Aber für mich steht eins fest: ich komme wieder, denn in dieser herrlichen Region gibt es noch viel mehr zu erkunden! Etwas Wehmut steigt langsam auf, denn bereits morgen ist die Reise zu Ende. Am Abend verabschiedet sich der Kapitän mit seiner Crew von uns im Theater, zuvor haben wir unser letztes Abendessen im Fischrestaurant „Gosch Sylt“ genossen.

 



Und so legt die Mein Schiff 3 schließlich am 13. November 2015 im Hafen von La Romana in der Dominikanischen Republik an. Unser Transfer geht gegen 13.30 Uhr zum Flughafen, daher nutze ich die Freizeit noch zum Sonnetanken und Schnorcheln und entscheide mich für eine Katamaran-Tour zur Isla Cantilla.


Unser kleiner Katamaran bringt uns sicher durch die Gewässer bei passenden Merengue-Klängen, zu denen natürlich auch getanzt werden muss. Die Karibik zeigt sich auch wettertechnisch noch einmal von ihrer schönsten Seite. Nach dem Stopp zum Erkunden der Unterwasserwelt geht es schließlich mit Merengue & Rumpunsch zurück zum Schiff.

Ein schneller Sprint an Bord, umziehen, Mittagessen und dann ruft auch schon der Kreuzfahrtdirektor unseren Transfer auf. Nach gerade einmal 15min erreichen wir den Flughafen von La Romana und nun ist das Abenteuer Transatlantik endgültig beendet. Nach 9,5h Flug erreichen wir schließlich am nächsten Morgen den Flughafen von Frankfurt/Main.






Die Karibik gehört zu einem der Top-Sehnsuchtsziele überhaupt und verspricht mit traumhaften Stränden, vielseitiger Landschaft und Geschichte und nicht zuletzt der Musik und lebensfroher Menschen einen absoluten Traumurlaub. Auf den kleinen Antillen geht es hier schon etwas beschaulicher zu - wer das Besondere sucht, ist hier richtig. Warum nicht gleich mehrere Inseln mit einer Kreuzfahrt kombinieren?! Mehr Karibik geht nicht!

Maritime Grüße,
Katrin Gröning




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